Genossenschaft zur Förderung für den nachhaltigen Landwirtschaftsbau und die Unterstützung zur Entschuldung bäuerlicher Kleinfamilien sowie für den Hochwasserschutz.

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Grundproblematik:

nueng satang3Ursprünglich war mit unserem Projekt geplant, die Aufforstung von Regenwald in die Wege zu leiten. Es zeigte sich jedoch sehr früh, dass nicht die Abholzung des Waldes das eigentliche Problem in den Projektregionen darstellt, sondern vielmehr die rücksichtslosen Brandrodungen, mit denen auf verheerende Weise gegen den ursprünglichen Naturkreislauf vorgegangen wird. Grundproblematik der Brandrodung ist das Freisetzen von Kohlenstoffdioxid (CO2), was erheblich zum Treibhauseffekt beiträgt. Laut Studien setzt das Feuer auch 90%, des in Biomasse enthaltenen Stickstoffes frei. Stickstoff ist als Baustein jedes pflanzlichen, tierischen und menschlichen Stoffwechsels unentbehrlich und stellt eine wesentliche Grundlage für irdisches Leben dar. Ebenfalls werden durch das Abbrennen riesiger Grundflächen 40% der mineralischen Nährstoffe, wie Kalium und Magnesium abgesondert. Nach dem Abfackeln dieser riesigen Flächen bleibt eine Asche übrig, welche für Kleinbauern die erschwingliche und mehrheitlich einzige Basis zur Förderung ihrer künftigen Produktion darstellt. In weiterer Folge werden diese abgebrannten Böden dann meist für den Monokulturanbau genutzt.

Die Region zur Durchführung unseres Projektes wurde durch das einseitige Bepflanzen von Eukalyptus, Maniok und Gummibäumen weitgehend zerstört. Die Wurzeln dieser Pflanzen, insbesondere des Eukalyptus, reichen so tief in die Erde hinein, dass andere Pflanzen durch die Auslaugung der Böden keine Wachstumschancen mehr haben.

Die ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Monokulturen bringen schwer kontrollierbare Risiken mit sich:

  • eine steigende Evolution insektenresistenter Organismen
  • damit ein Anstieg der Schädlinge, welche bis zu 50% der Ernteerträge vernichten können
  • ein vermehrtes Wachstum von Unkräutern, was die Entwicklung der Nutzpflanzen gefährdet
  • eine starke Abhängigkeit der Landwirtschaftsbetriebe an den Markt und somit eine Gebundenheit an den Marktpreis, der über den Weltmarkt geregelt wird
  • Einzelexistenzen sind zusätzlich gefährdet, wenn natürliche Faktoren wie etwa Klimaschwankungen den Erfolg des Monokulturanbaus beeinträchtigen. Ein Ausweichen auf weitere Produkte, die durch einen gemischten Polykulturanbau gewährleistet wird, ist dadurch beinahe unmöglich

Der Traum, durch Monokulturen eine enorm hohe Rendite über den Weltmarkt zu erzielen, kann ausserdem durch ein Überangebot den wirtschaftlichen Bankrott der betroffenen Bauern einleiten und somit zur finanziellen Erpressbarkeit führen.

Die Folge dieser verheerenden Zerstörung von Natur, sind die völlige Erschöpfung der ausgelaugten Böden und die darauffolgende Abwanderung der Kleinbauern auf neue, unverbrauchte Flächen.

Ein weiterer Schaden in Thailand wird durch das Verbrennen gemischter Abfälle verursacht. Nicht nur Flora und Fauna, sondern auch Mensch und Tier leiden unter der gesamten Schadstoffbelastung, welche besonders im Dezember und Januar unerträgliche Ausmasse annimmt.

Die vielfältig zerstörenden Folgen der Brandrodungen in ihrem ganzen Ausmass zu bedenken, unterbleibt für die einheimische Bevölkerung bis heute.

Ein weiteres zentrales Problem stellt das sogenannte Land Grabbing dar. Die illegitime bzw. illegale Aneignung von Land, wird oft durch wirtschaftlich oder politisch durchsetzungsstarke Akteure durchgesetzt. Diese meist „geschäftlich getätigten Transaktionen“, können durch Ausländer, Grosskonzerne, Staatsbedienstete oder Privatpersonen erfolgen, welche die finanzielle Notsituation eines Bauern systematisch auszunutzen wissen.

Durch manipulative Einwirkung sorgt man für die völlige Enteignung des Bauern. Auch, dass vor einer trickreichen Landenteignung den betroffenen Bauern zunächst einmal Kredite mit einem Wucherzinssatz bis zu 20% vergeben werden, gehört zu dieser rücksichtslosen Systematik.

Die Bauern, welche durch Land Grabbing geschädigt werden, gehen grundsätzlich leer aus. Dies, nach jahrelanger Schwerstarbeit, ohne ein sicheres Eigentum für die nachfolgenden Familiengenerationen erworben zu haben. Dass die landwirtschaftliche Mehrwertkette, - die Mehrwertschöpfung für den Kleinbauern, zu gering ist, haben Grosskonzerne, die sich auf die Methode des Land- Crabbings spezialisiert haben, längst erkannt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein einheimischer landwirtschaftlicher Kleinbauernbetrieb kapitulieren und aus Überlebensängsten heraus einem unseriösen Angebot zustimmen muss.

Lösungswege über kostengünstiges Wasser:

Aus den nachteiligen Erkenntnissen durch die Monokultur entwickelte sich zwangsläufig die Konsequenz, die Wälder voller Eukalyptus, Maniok und Gummibäumen zu roden, deren Wurzeln zu entfernen und den Humus sowie die Bodenqualität mittels zweimaliger Gründüngung zu verbessern, damit schliesslich ein artenreicher Regenwald mit einheimischen Hölzern oder eine gute Mischkultur wieder hergestellt werden kann.

Das ökologische Gleichgewicht, die Stabilisierung des Wasserhaushaltes, die Verbesserung der Luftqualität, und die Wiederbeschaffung von nutzbaren Kulturflächen wurden zu unseren obersten Zielen.

Die Luft ist von allen `Produkten` dieser Welt das einzige, das unter uns Menschen zwangsläufig geteilt wird, und das mit einer für jeden Menschen absoluten Selbstverständlichkeit.

Nach allen Abklärungen betreffs des landwirtschaftlichen Anbaus, haben wir einen Anbauplan entworfen, mit dem die Bauern einen besseren Ertrag erwirtschaften können. Dies, aus bereits benannten Gründen, mit dem Verzicht auf Monokulturanbau.

Es wurde schnell klar, dass ein besserer Ertrag für die Bauern nur möglich wird, sollte dieser in der notwendigen Menge über günstiges Wasser verfügen können.

Wird dieses mit Hilfe von Dieselmotoren aus grösseren Gewässern gepumpt, so entstehen für den Bauern sehr hohe Kosten, die ihn während seiner fortwährenden Berufsausübung stets am Rande des Existenzrisikos hält. Zudem trägt die Nutzung von Dieselmotoren zur Brauch- und Trinkwasserbeschaffung wiederum zur Umweltverschmutzung bei. Während der Bauer mit Hilfe seines Kleintraktors das Wasser aus den Gewässern pumpen muss, steht dieses Gerät während dieses Arbeitsablaufs für weitere Nutzungsbereiche still. Im Gegensatz zum verschleissanfälligen Dieselmotor, dessen Erhaltung über mehrere Jahre hinweg von Wartungen und notwendigen Reparaturen abhängig ist, beansprucht die Pflege der Solartechnik weniger finanzielle Mittel. Mit Hilfe einer nachhaltigen und kostengünstigeren Energieerzeugung lassen sich die Pumpkosten massiv reduzieren.

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Thailand ist ein enorm reiches Wasser- und Agrarland. Das günstige Klima sorgt dafür, dass in der Landwirtschaft das gesamte Jahr über produziert werden kann. Die Wachstumsmöglichkeiten dieses Landes sind enorm.

Zudem ist der größte Wasserverbraucher in Thailand die Landwirtschaft, welche 90% der Wasservorkommen für sich beansprucht. Dies ist ein weiterer wichtiger Grund, für eine kostengünstige Gewinnung des Brauchwassers zu sorgen, um die Bewirtschaftung der Agrarregionen Thailands zu garantieren.

Nachhaltige und preiswerte Energie mit einer besseren Wertschöpfung des Nutzwassers, des Trinkwassers und des Eis` zu verknüpfen, stellen ungeahnte Zukunftsperspektiven zur wirtschaftlichen Stabilität dieses Landes dar.

Noch vor Gründung der Firma Nueng Satang hatten zwei Gemeinden angefragt, ob wir ihnen beim Lösen verschiedener Probleme bezüglich der Wasserversorgung behilflich sein können. Die Entscheidung, dies zu tun, gab uns die Chance einen erfolgreichen Feldversuch durchzuführen.

Zu unseren primären Zielen wurde es somit:

  • den Bauern günstiges Giesswasser zur Verfügung zu stellen
  • den Bewohnern gutes Brauchwasser zur Verfügung zu stellen

Als nächsten Schritt soll es gelingen. Die örtlichen Gemeinden in Genossenschaften einzu- binden, um für die Bevölkerung sichere Arbeitsplätze zu schaffen. Für die lokale Bevölkerung soll es in Zukunft Trinkwasser und Eis zu sehr erschwinglichen Bedingungen geben.

Wir gehen davon aus, dass eine thailändische Familie heutzutage ca. 2`200.- bis 3`600.- Baht für ihr Trinkwasser pro Jahr bezahlt. Die Kosten für den Einkauf von Eis lassen sich nur schwer beziffern. Jedoch gibt ein thailändischer Einwohner für Kühleis weitaus mehr Geld, als für den Einkauf von Trinkwasser aus. Bezogen auf die Lebenshaltungskosten in Deutschland bezahlt der Thailänder bis zu 150 Mal mehr.

Kostengünstige Wasserbeschaffung über ein Pumpe, betrieben durch ein Solarsystem, ohne den Gebrauch von Batterien oder Invertern:

Die enormen Kosten zur Brauchwassergewinnung führen zu einem steten Finanzierungsdilemma der landwirtschaftlichen Betriebe. Nicht nur aus Gründen des Umweltschutzes, sondern der Kostenreduzierung, sollte in Thailand auf die kostenintensive Methode, das Brauchwasser mittels verschleissanfälligen Diesel- und Elektromotoren zu pumpen verzichtet werden.

Die Lösung liefern solarbetriebene Pumpen, die wegen des stabilen Klimas auf Thailand über das gesamte Jahr hinweg zur Beschaffung von Wasser genutzt werden können.

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Ein erfolgreiches Pilotprojekt im Jahr 2014 zur Wasserversorgung für die Gemeinde Na Kham hat gezeigt, dass die Neuanlagen, welche mit Solarstrom betrieben werden, für enorme Einsparungen der derzeit hohen Stromkosten sorgen. Wir sprechen hier von einer Pay back Periode von maximal 4 – 5 Jahren.

Die Wasserversorgung soll auf Trinkwasserqualität erhöht und erweitert werden. Die Finanzierung ist durch die derzeit jährlichen Ausgaben von 5000 – 6000 THB pro Familie bzw. Haushalt garantiert. Zudem können die Kosten für Trinkwasser um mindestens 50% reduziert werden. Die zu erwartenden Renditen für Agrar-, Brauch- und Trinkwasser sind also mit Hilfe der regenerativen Energie enorm. Eine zusätzliche Mehrwertschöpfung ist natürlich auch durch die Produktion von Eis zur Kühlung von Getränken zu erwarten.

Die dem Gesamtprojekt zugrunde liegende Struktur besteht darin, dass die Firma Nueng Satang Gemeinden oder den Provinzen das gesamte Wasserversorgungssystem aufbauen kann. Gemeinden, Provinzen und bäuerlichen Genossenschaften, die weder über die Finanzkraft oder über das notwendige Know How verfügen, werden zusammen mit dem Bau, die Finanzierung, und mit dem Betrieb der Anlage feste Aufwands- und Ertragszahlen garantiert.

Die Gemeinden oder Provinzen haben jederzeit das Recht und die Möglichkeit, die Anlagen zu festgelegten Preisen zu übernehmen und zu betreiben, bzw. sich auf eine Wassergenossenschaft zu übertragen.

Beim Wasser handelt es sich um ein Grundrecht des Menschen und dieses hat deshalb zwingend im Eigentum des Volkes und der lokalen Örtlichkeiten zu bleiben.

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Mit dieser Vorgehensweise ist sichergestellt, dass die Projekte:

  • finanziert werden können
  • von der örtlichen Bevölkerung nachvollzogen und verstanden werden können
  • ökonomisch und ökologisch einen wichtigen Beitrag für die Grundversorgung der Menschen und der Landwirtschaft garantieren

Ein weiteres Projekt wurde mit der Gemeinde Na Kham an das erste Pilotprojekt angeschlossen. Insgesamt wurden somit über 250 Haushaltungen erfolgreich mit Wasser versorgt. Mit einem gemeinsamen Anbauprojekt auf einer Fläche von einem Rai wurde nun der Nachweis erbracht, dass sich der Ertrag für den Bauern, - unter der Voraussetzung, dass Wasser zu günstigen Bedingungen zur Verfügung steht, verdoppeln bis verdreifachen lässt, - und vorausgesetzt, dass man zudem von der schädlichen Monokultur ablässt und auf eine durchmischte Produktionsbepflanzung überwechselt. Dies bei gleicher oder sogar noch geringerer Stundenarbeitsleistung.

Nach der erfolgreichen Durchführung dieser Projekte ist nun geplant, die gesamten Behörden von der Region Kalasin ausgehend und ihre umliegenden Gemeinden mit 250 Solaranlagen zu bestücken, um als Testlauf ein ausserordentlich erfolgreiches, nachhaltiges und beispielgebendes Umweltprojekt zu realisieren.

Das Interesse der Gemeinden für dieses Projekt ist enorm und lässt sich daher von Beginn an mit Hilfe einer breit abgestützten Kommunikation durch die öffentlichen Medien unterstützen. Diesbezügliche Kontakte und TV- Berichterstattungen wurden bereits medial umgesetzt.

Existenzsicherung einheimischer Bauern durch Genossenschaftsverbände und damit gesicherten Arbeitsplätzen:

Geschätzte 70 % der gesamten Ländereien in Thailand sind im Besitz des Königs. Dieses lässt sich in überbautes und in landwirtschaftlich nutzbares Land unterteilen. Naturrespektierende Ressourcenschöpfung, die in Thailand bisher sehr selten anzutreffen ist, muss sich etablieren. Nur durch die Integration regenerativer Energien lassen sich diese neuen Strukturen ertragsreich umsetzen.

Das Land wird weiterhin im Eigentum des Staates gehalten, während die Nutzung des Landes mit klaren Auflagen übertragen werden kann. Als Zusammenschluss von natürlichen und juristischen Personen, ist das Ziel dieser Genossenschaften eine wirtschaftliche und soziale Förderung ihrer Dorfmitglieder durch einen gemeinschaftlich orientierten Geschäftsbetrieb zu sichern.

Ein kleinerer Verbund von 5 Genossenschaften steht füreinander ein, falls einer dieser beteiligten Verwalter aus unvorhersehbaren Gründen ausfallen sollte. In solch einem Fall kann jede, der noch 4 existenten Genossenschaften für jeweils ein Viertel des ausgefallenen Partners den notwendigen Arbeitseinsatz organisieren, was einem realistisch zu leistenden Arbeitsaufwand entspricht.

Die Regierung überlässt den Bauern das Land zur Nutzung, ohne dass dieser hohe Investitionen leisten muss und bezieht von diesem einen bezahlbaren Nutzungszins.

Überschaubare Grundbedingungen müssen mit Hilfe von Verträgen zwingend eingehalten werden:

  • auf den Anbau von Monokulturen muss verzichtet werden
  • eine Verkarstung des Landes muss vermieden werden
  • die regelmässige Pflege und Unterhaltung des Bewässerungssystems muss gewährleistet werden

Die 250 Solaranlagen für die Wasseraufbereitung, die wir mittels unserer Firma Nueng Satang um die Region der Provinz Kalasin bauen können, werden die Lebensbedingungen der gesamten Bevölkerung verändern. Eine Solarpumpanlage zur Wasseraufbereitung ist bis zu 20/25 Jahren einsatzfähig.

Eine namhafte deutsche Firma bietet komplett aufeinander abgestimmte Systeme von Solarpumpen an. Solarpumpen zeichnen sich durch eine unkomplizierte und schnelle Installation, einer einfachen Wartung, großer Zuverlässigkeit und Langlebigkeit aus. Durch eine hohe Fertigungsqualität werden unerwartete Reparaturen weitgehend vermieden.

Solarpumpen werden in ihrer Fertigung an die klimatischen Bedingungen und an den individuellen Wasserbedarf angepasst. Eine hervorragende Förderleistung ist gegeben.

Für die ersten zwei Jahre gewähren wir eine Erstgarantie der solaren Pumpanlagen.

Service und Pflege, die nach der Herstellung der Solaranlagen notwendig sind, können in einem zusätzlichen Vertrag über zwei, fünf, - bis hin zu zwanzig Jahren verlängert werden.

Es entstehen also nicht nur gesicherte Arbeitsplätze in der Landwirtschaft, die aufgrund der idealen klimatischen Bedingungen mehrfache Erträge im Jahr sichern. Dieses Konzept sorgt für einen erweiterten triple-win-effect, da aufgrund fortlaufend sichergestellter Produktion weitere Arbeitsplätze entstehen, die zwangsläufig auch zur Bildung einheimischer Arbeitskräfte führen müssen.

Unser Wunsch ist es, gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und Fachkräften aus der deutschen Agrarwirtschaft, sowie mit Zustimmung des Thailändischen Wirtschaftsministeriums ein gesichertes, ländliches Wirtschaftsfeld zu erstellen, das auch der Landflucht potentieller junger Arbeitskräfte entgegenwirkt.

Sämtliche der 250 Genossenschaften benötigen langfristig gut ausgebildete Arbeitskräfte für Bau, Bewirtschaftung und Pflege der landwirtschaftlichen Regionen. Die Genossenschaft als kleine, schlagkräftige Organisation benötigt für die Bereiche Bildung, Bewirtschaftung und Betreuung zuverlässige Arbeitskräfte, die sie durch den vergrösserten Mehrwert finanzieren kann. Ziel unserer Entwicklungsprojekte ist es, den Bauern aus prekären Abhängigkeitsverhältnissen heraus, in einen selbständigen Status zu finden. Der Bauer soll seine wirtschaftlichen Vorhaben zukünftig selbst finanzieren können.

Das Grundwasser wieder trinkbar zu machen, ist ebenso wichtig, wie das Verbrennen von hochgiftigen Abfällen zu vermeiden. Trennen und Recycling von Abfällen muss einen höheren Stellenwert bekommen. Zudem ist davon auszugehen, dass mit unseren Wassergewinnungsanlagen der Preis für Trinkwasser auf ein Viertel der momentanen Kosten herabzusenken ist.

Thailand sitzt auf einem wirtschaftlich- ökologischen Schatz, dessen Mehrwert sich in ungeahnte Dimensionen steigern lässt, wenn man nur endlich begreift, dass mit dieser grenzenlosen Umweltzerstörungsstrategie keine langanhaltenden Erträge zu realisieren sind.

Ein weiteres Problem in Thailand besteht durch die bisherige Vernachlässigung eines zuverlässigen Überschwemmungsschutzes:

Überschwemmungen während der Regenzeit können einen auf Jahre hinaus, nicht wiedergutzumachenden Schaden anrichten. Dabei kann es geschehen, dass eine 6 Meter starke Humusschicht zur Nutzung des landwirtschaftlichen Anbaus kontinuierlich abgeschwemmt und die Ackerlandschaft in tiefe Gräben geschlagen wird.

Die Überschwemmungen im Jahr 2011 wurden zu eine der grössten Umweltkatastrophen Thailands seit 50 Jahren. Sie verursachte eine überflutete Fläche von rund sechs Millionen Hektar Land, was fast 12% Thailands entspricht und einen Sachschaden von rund 11,8 Mrd Euro hervorrief. Hungersnot ist die zwangsläufige Folge solch einer Katastrophe.

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Auch hier bieten wir durch ein nachhaltiges Konzept naturverträgliche Lösungen an, wie zu grosse Wassermengen aufgefangen werden können und dann für verschiedene Zwecke konstruktiv genutzt werden können.

In unserem Versuchsbetrieb haben wir ein Poolsystem geschaffen, welches das Überfluten zu grosser Mengen Wasser auf landwirtschaftliche Ackerflächen verhindern und einen nutzbaren Mehrwert schaffen kann.

Mit Hilfe von verschiedenen Pools, die durch unterschiedliche Höhenlagen in gegenseitiger Verbindung stehen, lassen sich verschiedene landwirtschaftliche Kulturen heranbilden, die sich wirtschaftlich nutzen lassen.

Durch die Flutung des ersten Pools auf höchster Ebene der drei verbundenen Gewässer lässt sich eine gesunde Aquaernährung züchten, die über einen geringen Fetthaushalt, über Kohlenhydrate, Proteine und vor allem über einen sehr hohen Mineralstoff- und Vitaminanteil verfügt.

Sollte das Wasser aus diesem höchstgelegenen Pool übertreten, dann wird damit der nächstgelegene Pool gefüllt, den man auch als Swimming Pool der Schweine bezeichnen kann. Schweine sind sehr reinliche Tiere, die sich in diesem Pool versäubern und dadurch für ein exzellentes Fischfutter sorgen.

Diese Auffangbecken für Wasser verstärken die Retention zur Bewässerung von Grünflächen bis zu fünfzehn Mal. Der Rückstau des angesammelten Wassers durch diese Pools unseres Versuchs- und Vorzeigebetriebs sorgt somit für die Herstellung nährstoffreicher Lebensmittel, dient der Fischzucht und liefert somit einen wesentlichen Beitrag gegen die Ausschwemmung der umliegenden Humusböden

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Weitere Ziele und Vorhaben von Nueng Satang:

Durch das Erstellen von zunächst zweihundertfünfzig Pumpanlagen wird innerhalb dieses Genossenschaftsverbands für den Händler die Möglichkeit geschaffen, die Produkte direkt beim Endverbraucher abzuholen. Grosse Transportwege und Zwischenlagerung werden nicht mehr wie im bisherigen Mass notwendig sein.

Die örtliche Wasserdistribution zu gewährleisten, wird ebenso selbstverständlich mit der Sicherstellung der Agrarwirtschaft einhergehen.

Höchste Wirtschaftlichkeit unter zuverlässigen und finanzierbaren Arbeitsbedingungen, soll nicht nur den thailändischen Bauernfamilien, sondern auch den Abnehmern und Endverbrauchern seiner Güter einen zufriedenstellenden Lebensstandard sichern.

Umwelt und Mensch werden durch vermeidbare Folgen der Umweltverschmutzung an Lebensqualität gewinnen. Die thailändische Landbevölkerung wird sich gegen zweifelhafte Geschäftsgebaren hinsichtlich Landenteignung entschiedener behaupten können. Dem Ökologischen Imperialismus werden Grenzen gesetzt; - Umweltschutz wird gefördert.

Entwicklungshilfe zur dauerhaften Selbsthilfe.

Es handelt sich hier um ethische Projekte im Interesse von Menschheit und Natur. Umweltschutz und die Förderung des regenerativen Energiebereichs wird in den nächsten Jahren einer der wichtigsten Märkte weltweit darstellen. Die Zukunft gehört denjenigen Ländern und Unternehmen, welche die ethischen Voraussetzungen ernst nehmen und diese bestens erfüllen. Es handelt sich hier um ein realistisch durchführbares Projekt, das für die meisten Regionen Thailands umsetzbar ist. Die Finanzierungsmittel lassen sich über die asiatische Weltbank bereitstellen, deren Rückführung sich durch den erhöhten Mehrwert und der kurzen Pay-Back- Phase der langlebigen Gebrauchsgüter eines Solarpumpensystems spielend lösen lässt.

Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, der international aufgestellten Entwicklungsbank, lässt sich ein erfolgversprechendes Projekt entwickeln, das Thailand zu ökologischer und wirtschaftlicher Sicherheit verhelfen kann.

Nueng Satang steht für die Umsetzung ethischer und naturgegebenen Voraussetzungen im Dienste von Mensch, Natur und Umwelt. Dies, nach Richtlinien ökologischer Sicherheitsstandards.